Glossar · Zuletzt aktualisiert: 3. Mai 2026
Karat
Karat ist die metrische Masseneinheit für Edelsteine: 1 Karat entspricht 200 Milligramm oder 0,2 Gramm. Bei Diamanten und anderen facettierten Steinen bestimmt es den Preis direkt mit. Zwei Steine mit gleichem Karatgewicht können wegen Schliff und Tiefe jedoch sichtbar unterschiedlich groß wirken.
Karat misst Masse, nicht Größe
Ein Karat ist eine Gewichtseinheit von 200 Milligramm, keine Größeneinheit. Zwei Steine mit je 1 Karat können sichtbar unterschiedliche Durchmesser besitzen, weil Dichte und Schlifftiefe je nach Steinart und Form variieren. Ein runder Brillant mit 1 Karat misst an der Oberseite etwa 6,5 Millimeter, ein Marquise-Diamant mit 1 Karat ungefähr 10 mal 5 Millimeter. Bei Saphiren und Rubinen, die dichter als Diamant sind, ist die sichtbare Oberfläche bei 1 Karat etwas kleiner als bei einem Diamanten derselben Masse.
Warum Karat den Diamantpreis dominiert
Diamantpreise steigen nicht linear mit dem Karatgewicht. Ein 2-Karat-Stein derselben Farb- und Reinheitsstufe kostet mehr als das Doppelte eines 1-Karat-Steins. Die Sprünge liegen an psychologisch runden Werten wie 1,0, 1,5 und 2,0 Karat. Deshalb ist ein Stein mit 0,95 Karat deutlich günstiger als einer mit 1,05 Karat, obwohl beide fast gleich aussehen. Bei Farbedelsteinen ist das Karatgewicht weniger bestimmend; Farbsättigung und Herkunft wiegen stärker.
Wie Karat die Schmuckfotografie beeinflusst
Mehr Karat bedeutet eine größere sichtbare Fläche und damit leichter erfassbare Details. Melee-Steine unter 1 Karat, also winzige Akzentsteine in einem Halo oder Pavéband, sind besonders schwer zu retuschieren, weil jeder nur wenige Pixel breit ist. KI-Schmuckretusche schützt gezielt davor, sie als Rauschen zu vereinfachen. Wenn Verkäufer das Karatgewicht im Angebot nennen, müssen die Bilder dazu passen. Ein Ring mit 0,5 Karat darf nicht so extrem vergrößert werden, dass er wie 2 Karat wirkt.
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