Glossar · Zuletzt aktualisiert: 3. Mai 2026

Krappenfassung

Eine Krappenfassung hält einen Edelstein mit kleinen Metallkrallen, meist vier oder sechs, die seinen Rundisten greifen. Krappen lassen besonders viel Licht in den Stein. Fotos müssen Anzahl, Form und Metallarbeit klar zeigen, und eine KI-Retusche muss diese Details exakt bewahren.

Was ist eine Krappenfassung?

Eine Krappenfassung, auch Krallenfassung genannt, hält einen facettierten Stein mit kleinen Metallverlängerungen oberhalb seines Rundisten, also seiner breitesten Stelle. Die Krappen fixieren den Stein fest und lassen zugleich den größten Teil seiner Oberfläche für Licht frei. Deshalb ist sie die häufigste Wahl bei Verlobungsringen und jeder Fassung, bei der das Funkeln des Steins Vorrang hat.

Vier oder sechs Krappen

Ausführungen mit vier Krappen lassen häufig mehr vom Umfang des Steins sichtbar und können quadratischer oder kantiger wirken. Sechs Krappen rahmen einen runden Stein oft symmetrischer ein und stellen an mehr Punkten Kontakt her. Keine der beiden Anzahlen belegt für sich allein Sicherheit, Schutz vor Hängenbleiben oder Lichtwirkung; diese hängen von der gesamten Fassung, den Abmessungen und dem Zustand der Krappen, dem Stein, der Verarbeitung und dem Verschleiß ab.

Warum Katalogfotos Krappen korrekt zeigen müssen

Anzahl und Form der Krappen beeinflussen die Kaufentscheidung. Wer nach einem „Solitär mit sechs Krappen“ sucht, erwartet auf dem Angebotsfoto sechs Krappen. Allgemeine KI-Bildwerkzeuge vereinfachen sie gelegentlich, erzeugen vier statt sechs oder verschmelzen benachbarte Krappen, weil sie bei üblicher Auflösung nur wenige Pixel breit sind. Schmuckspezifische KI ist ausdrücklich darauf trainiert, genaue Anzahl und Form zu erhalten. Ein Farbwechsel an einer Fassung mit sechs Krappen muss sechs Krappen an denselben Stellen ergeben, jeweils mit derselben Spitzenform, etwa Kralle, Kugel oder flache Lasche, und derselben Oberfläche, poliert, satiniert oder gehämmert.

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